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Elektronische Führerscheinkontrolle: Anbieter von 2018 im Vergleich

Die Führerscheinkontrolle durch Arbeitgeber: ein heiß diskutiertes Thema unter Fuhrparkmanagern. Doch besteht wenig Bedarf für all die Diskussionen, denn mit einem System zur elektronischen Führerscheinkontrolle können die Kontrollen ganz einfach und zeitsparend abgewickelt werden. Auf dem Markt gibt es heute jedoch zahlreiche Anbieter entsprechender Systeme. Fast jeder dieser Hersteller verwendet eine andere Technologie, welche mit unterschiedlichem Arbeitsaufwand und Kosten verbunden ist. Da ist es schwer, den Durchblick zu behalten.

Dieser Beitrag hilft Ihnen, Licht ins Dunkle zu bringen. Wir zeigen, welche Vorteile eine elektronische Führerscheinkontrolle gegenüber der manuellen innehat.  Danach geben wir Ihnen einen Überblick, welche Technologien zur elektronischen Führerscheinkontrolle durch Arbeitgeber existieren. Dazu passend finden Sie eine tabellarische Übersicht, um die Systeme ausgewählter Anbieter direkt einander gegenüberzustellen und das richtige Angebot für Sie auszuwählen.

Worum geht es bei der Führerscheinkontrolle?

Bevor wir auf die technischen Details eingehen, nochmals kurz zur Erinnerung, worum es überhaupt geht und was die rechtlichen Grundlagen sind. Die Führerscheinkontrolle ist als eine der Halterpflichten gesetzlich vorgeschrieben. Wird diese Halterpflicht nicht wahrgenommen, drohen sowohl zivil- als auch strafrechtliche Folgen. Bei ständig überlassenen Fahrzeugen muss der Führerschein des Fahrers jährlich zwei Mal geprüft werden. Bei Poolfahrzeugen jedoch bei jeder Schlüsselherausgabe. Grundsätzlich können Sie die Führerscheinkontrolle manuell durchführen. Dafür müssen Sie die Führerscheine kopieren und sodann fortlaufend Fahrern hinterher telefonieren, um sicherzustellen, dass diese ihre Führerscheine halbjährlich vorzeigen. Die Kontrolle muss zudem dokumentiert werden. Je nach Fuhrparkgröße ist der Arbeitsaufwand deshalb beträchtlich.

Wieso sollte man die Führerscheinkontrolle elektronisch abwickeln?

Mit der elektronischen Lösung zur Führerscheinkontrolle durch den Arbeitgeber kann der Aufwand auf wenige Klicks reduziert werden. Durchschnittlich spart man mit einem elektronischen System etwa 30 Minuten pro Fahrer und Kontrolle. Eingesparte Aufgaben sind beispielsweise Kontrolltermine mit Fahrern koordinieren (10 Min.), Kontrolle mit Unterschriften und Kopien dokumentieren (5-10 Min.), Diskussionen mit Fahrern, Unterlagen abheften etc. Bei Kosten von ca. 40 Euro pro Arbeitsstunde sind dies 20 Euro pro Kontrolle bzw. 40 Euro pro Fahrer innerhalb eines Jahres für die manuelle Kontrolle. Elektronische Systeme sind bedeutend günstiger.

Zusätzlich erfüllen Sie mit einem elektronischen System die rechtlichen Auflagen zur Dokumentation der Kontrolle. Diese ist wichtig, damit Sie im Zweifelsfall Ihre Bemühungen rechtssicher nachweisen können. 

Weiterhin können Sie die Führerscheinkontrolle einfacher organisieren, wenn Fahrer nur selten zum Firmenstandort kommen oder am Tag des Kontrolltermins verhindert sind. Sie müssen mit solch einem System keine Erinnerungen mehr verwalten und entsprechende Termine mit Fahrern koordinieren. Die Kontrolltermine werden Fahrern vollautomatisch mitgeteilt und deren Einhaltung dem Fuhrparkverantwortlichen digital mitgeteilt.

Welche Systeme zur elektronischen Führerscheinkontrolle gibt es?

Technisch gesehen gibt es drei Ansätze zur elektronischen Führerscheinkontrolle:

  • Prüfung per Scans von Barcodes oder RFID-Chips an Prüfstationen
  • Prüfung per Handy-App oder Web-App
  • Prüfung per Abfrage einer behördlichen Datenbank

Schauen wir uns nun diese Ansätze im Einzelnen an.

Prüfung per Scans von Barcodes oder RFID-Chips an Prüfstationen

Bei der Überprüfung der Führerscheine mit einem Scanner kann entweder ein Barcode oder ein RFID-Chip auf den Führerschein geklebt werden. Sowohl der Barcode als auch der RFID-Chip muss durch den Fuhrparkmanager auf den Führerschein angebracht werden - denn bei einer selbständigen Anbringung durch den Fahrer könnte der Barcode oder der RFID-Chip auch für einen anderen Ausweis genutzt werden. Zur Überprüfung können Fahrer die Barcodes oder RFID-Chips anschließend an einer Prüfstation scannen. Die Prüfstationen können entweder betriebsintern oder extern aufgestellt sein.

Entscheidet sich ein Unternehmen dafür, eine betriebsinterne Prüfstation aufzustellen, entstehen üblicherweise weitere Kosten für das Prüfgerät. Bei den meisten Anbietern fällt eine einmalige Einrichtungsgebühr sowie eine monatliche Mietgebühr pro Scanner an. Externe Prüfstationen werden von zahlreichen Tankstellenketten angeboten, welche für die Prüfung eine gewisse Gebühr verlangen.

Für beide Systeme gilt es zu beachten, dass das Prüfgerät die Übereinstimmung eines digitalen Codes im RFID-Chip bzw. eines Barcodes und nicht den Führerschein selbst überprüft. Die Vorlage des Führerscheins wird angenommen, da nach Herstellerangaben die RFID-Chips sowie Barcodes beim Entfernen zerstört werden.

Barcodes

Der Barcode wird direkt auf den Führerschein aufgeklebt. Parallel zum Anbringen des Hologramm-Barcodes nimmt der Fuhrparkverantwortliche die Stammdaten des jeweiligen Fahrers in ein Software-Back-End auf. Steht eine Kontrolle des Führerscheins an, wird der Fahrer per SMS oder E-Mail informiert. Am Kontrolltermin wird der Barcode mit einem Kassenscanner im Unternehmen oder bei externen Anlaufstellen geprüft. Der Vorteil der Barcode-Technik liegt darin, dass herkömmliche Kassenscanner die Codes auslesen können. Der Fahrer erhält dadurch einen Papier-Bon als Bestätigung, dass er den Kontrolltermin wahrgenommen hat.

RFID-Chips

RFID-Chips hat jeder von uns sicher schon mal in Elektromärkten als Produktsicherung gesehen. Wie Barcodes werden auch RFID-Chips direkt auf den Führerschein des jeweiligen Fahrers geklebt. Im Gegensatz zu den analogen Barcodes können RFID-Chips jedoch Informationen digital speichern, wodurch eine Bestätigung in Form eines Papier-Bons überflüssig wird. Zudem können RFID-Chips rückstandslos entfernt werden. Dabei werden die RFID-Chips nach Herstellerangaben unbrauchbar, sodass eine Manipulation ausgeschlossen ist. Der Fahrer wird hierbei auch per SMS oder E-Mail über den anstehenden Kontrolltermin informiert. Die Prüfung des Führerscheins erfolgt über einen herstellereigenen Scanner – nicht wie beim Barcode über einen normalen Kassenscanner. Diese herstellereigenen Scanner müssen zusätzlich bei externen Anlaufstellen genutzt oder im Unternehmen eingerichtet werden.

Prüfung per Handy-App oder Web-App

Bei der Führerscheinkontrolle per Handy- oder Web-App können die existierenden Systeme grundsätzlich in drei Gruppen eingeteilt werden. In der ersten Gruppe agiert die App im Sinne eines betriebsintern installierten Scanners, welcher durch autorisiertes Personal bedient wird. In der zweiten Gruppe dient die App als Scanner für Fahrer, wobei die Kontrolle durch ein Computerprogramm per Wahrscheinlichkeitsrechnung überprüft wird. Bei der dritten Gruppe dient die App als Fotoapparat für Fahrer, wobei Fuhrparkleiter sich im Sinne von § 21 Abs. 1 Nr. 2 StVG persönlich davon überzeugen können, dass eine echte Fahrerlaubnis vorliegt. Sicherheitsmerkmale werden auf Fotos eindeutig ersichtlich.

Wie bei der Prüfung per Scanner an einer Prüfstation werden Fahrer auch bei der Prüfung per Handy-App oder Web-App via SMS oder E-Mail über den Kontrolltermin informiert.

Überprüfung des Hologramm-Barcodes per Scan

Bei diesem Kontrollverfahren muss der Fuhrparkmanager zu Beginn auf jeden Führerschein einen Hologramm-Barcode kleben. Anschließend kann autorisiertes Personal einer Tankstelle oder im Unternehmen den Führerschein per Sichtkontrolle überprüfen. Nach erfolgreicher Sichtkontrolle wird der Barcode gescannt, damit die Kontrolle im System dokumentiert wird. Die Überprüfung funktioniert also grundsätzlich gleich wie beim Barcode-Scanner, wobei das Smartphone lediglich den Scanner ersetzt.

Verifizierung der Sicherheitsmerkmale per Algorithmus

Bei dieser Lösung dient die Smartphonekamera in Kombination mit der Handy-App als Scanner. Die App scannt den Führerschein, prüft gemäß Herstellerangaben die Echtheit und sendet die Daten an einen Server. Die Echtheit überprüft das Programm üblicherweise mit maschineller Bilderkennung per Wahrscheinlichkeitsrechnung.

Bei der vollautomatischen Kontrolle sollte man die gesetzlichen Vorschriften von § 21 Abs. 1 Nr. 2 StVG beachten. § 21 Abs. 1 Nr. 2 StVG besagt: Mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer zulässt, dass jemand das Fahrzeug führt, der die dazu erforderliche Fahrerlaubnis nicht besitzt. 

Maschinelle Bilderkennung funktioniert üblicherweise immer nach dem gleichen PrinzipEin Computer-Algorithmus überprüft mit welcher Wahrscheinlichkeit bestimmte Merkmale (z.B. Haarfarbe oder Gesichtsbreite) eines zu erkennenden Fotos mit dem im Programm hinterlegten Original übereinstimmen. Anschließend summiert der Algorithmus die Wahrscheinlichkeit für jedes dieser Merkmale und berechnet daraus, mit welcher Gesamtwahrscheinlichkeit das aktuell vorliegende Foto mit dem Original übereinstimmt. Das System erkennt ein Foto als Original an, wenn eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür vorliegt. Oft sagt ein System, dass ein Bild identisch ist, wenn die Merkmale des Fotos mit einer Wahrscheinlichkeit von 90% oder 95% mit dem Original übereinstimmen. Bei 95% Wahrscheinlichkeit spricht man von einem 95 % Konfidenzniveau. Dieses bedeutet, dass 5% der Fälle fälschlicherweise als richtig erkannt werden können.

Die Technik zur automatischen Bilderkennung wird auch bei Flughäfen eingesetzt, um bei der Sicherheitskontrolle Flüssigkeiten und Feuerwaffen zu erkennen. Die Bilderkennung macht das Sicherheitspersonal auf Bilder aufmerksam, bei denen eine hohe Übereinstimmung mit dem Original (z.B. eine Flüssigkeit oder Feuerwaffe) vorliegt.

Bei der algorithmischen Führerscheinerkennung sind Apps im Umlauf, die ohne zusätzlichen Sticker sowohl EU-Führerscheine, als auch ältere Dokumente scannen können. Darüber hinaus gibt es Anwendungen, die zwar EU-Führerscheine anhand der Sicherheitsmerkmale prüfen, Inhaber älterer Führerscheine müssen aber weiterhin Aufkleber anbringen.

Verifizierung der Sicherheitsmerkmale durch den Fuhrparkverantwortlichen

Bei diesem Verifizierungsverfahren schießt der Fahrer in der App je ein Foto von der Vorder- und Rückseite seines Führerscheins. Das Foto kann nur in Echtzeit gemacht werden, damit keine alten Fotos hochgeladen werden. Anschließend wird der Fuhrparkverantwortliche automatisch vom System benachrichtigt, dass die Fotos von ihm überprüft werden müssen. Papierführerscheine werden mit einem speziellen Aufkleber versehen. Bei Führerscheinen, die nicht aus Papier sind, entfällt der Aufkleber. Das System gibt dem Fuhrparkverantwortlichen in beiden Fällen an, welche Sicherheitsmerkmale in welcher Form für ihn erkenntlich sein müssen. Gleich wie die Wasserzeichen beim Kopierschutzpapier führen auch die Wasserzeichen eines Führerscheins beim Fotografieren zu eindeutig identifizierbaren Effekten. Sind für den Fuhrparkverantwortlichen alle Sicherheitsmerkmale ersichtlich, gibt er die Fotos frei. Mit bestem Gewissen kann der Fuhrparkverantwortliche folglich belegen, dass er alles in seiner Macht Stehende unternimmt, um die Authentizität des Führerscheins im Sinn von § 21 Abs. 1 Nr. 2 StVG zu überprüfen. 

Welche Anbieter gibt es?

Laden Sie kostenlos den Vergleich über die Systeme zur Führerscheinkontrolle der verschiedenen Anbieter herunter.

Vergleich der Systeme und Anbieter 2018 für die elektronische Führerscheinkontrolle

(Klicken Sie auf die Übersicht, um zum kostenlosen Download zu gelangen.)

Die elektronische Führerscheinkontrolle mit Avrios

Ziel dieses Beitrags war, Ihnen einen faktenorientierten Überblick über die unterschiedlichen Systeme zur Fahrzeugkontrolle zu geben. Avrios hat 2018 eine Lösung entwickelt, welche sich vollständig an den Bedürfnissen der Nutzer orientiert. Klicken Sie auf die Grafik unten, um mehr zur elektronischen Kontrolle von Avrios zu erfahren oder nutzen Sie diesen Link, um sich das System zur elektronischen Führerscheinkontrolle persönlich und unverbindlich zeigen zu lassen.

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